Start Frühlingsluft atmen
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Suche Dir einen Platz in der Natur an dem Du Dich wohlfühlst.

Nimm Dir Zeit diesen Platz wirklich zu finden und probiere verschiedene Stellen aus.

Spüre die Erde unter Dir, jetzt im Frühling ist sie noch kalt und feucht. Die ersten grünen Gräser und Kräuter sind bereits zu sehen.

Spüre den Himmel über Dir. Die ersten warmen Sonnenstrahlen, die würzige aber noch frische Frühlingsluft

Nimm die Umgebung war, die dicken Knospen an den Bäumen und Sträuchern, die ersten Blättchen am Hollunder, die Haselkätzchen......

Die Vögel singen ihre Frühlingslieder, die ersten Bienen summen.....

 

Du stehst gerade und aufrecht.

Der Atem kommt und geht ganz ungehindert.

Du schaust freundlich und wertschätzend auf Dich selbst.

 

Erinnere Dich. Die Luft die Du atmest wurde schon Millionfach geatmet von anderen Wesen.

Von den Farnen und Sauriern in der Frühzeit der Erde, von den Birken und Mammuts der Eiszeit,

von den Bäumen im Dschungel und von den Bisons der Prärie,

von den Menschen in Generation auf Generation

und jetzt, dies ist Dein Atemzug.

Er verbindet Dich mit dem großen Atem dieser Erde.

 

Lasse einen Arm locker nach oben bis in Kopfhöhe schwingen. Mache gleichzeitig einen kleinen Schritt schräg nach vorne.

Stelle Dir vor Du atmest mit den Fingerspitzen die würzige Frühlingsluft ein.

Durch den kleinen Schritt schräg nach vorne entsteht eine Drehung in der Hüfte und die Rippenbögen werden geweitet.

Der Atem kann tief in diesen Bereich der Lunge einströmen. Die inneren Organe bekommen Raum und können das frische Qi aufnehmen.

Lasse den Arm wieder nach unten schwingen.

Finde den natürlichen Weg, den der Arm nimmt wenn er der Schwerkranft folgt, und Du Dein Schultergelenk und den Ellenbogen entspannst.

Während der Arm sinkt atmest Du aus. Alles Verbrauchte kann dabei Deinen Körper verlassen.

Stelle es Dir als trübes, graues Qi vor, das über die Fingerspitzen in den Boden fließt.

Gleichzeitig nimmst Du den Fuß zurück in die Ausgangsstellung

 

Jetzt schwingt der andere Arm nach oben bis in Kopfhöhe. Du atmest gleichzeitig ein. Der Blick folgt der Hand nach oben.

Der Fuß macht wieder einen Schritt schrägt nach vorne, jetzt in die andere Richtung.

Die Hüfte dreht sich locker mit.

Achte darauf, dass die Knie in die gleiche Richtung wie die Fußzehen zeigen.

Frische würzige Frühlingsluft strömt in die Lungen, weitet die Rippenbögen, öffnet die Meridiane und belebt die inneren Organe.

 

Wenn die Bewegung vertraut ist, versuche einen harmonischen Wechsel von Steigen und Sinken der Arme mit dem vor und zurück der Schritte zu erreichen.

Die Hüftgelenke sind entspannt, so dass der Oberkörper eine leichte Drehung machen kann. Die Arme schwingen jeweils bis zur Körpermittellinie und bis Stirnhöhe.

 

Wiederhole die Übung so oft wie es Dir behagt. Die Bewegung kann zu einer ruhigen Meditation in Bewegung werden.

Schließe die Übung ab indem Du noch ein wenig still an diesem Platz stehen bleibst.

Alle Bewegung kommt im unteren Danian zur Ruhe.

Auch der Atem kann jetzt bis tief in den Unterbauch sinken.

Löse Dich dann langsam von dem Übungsplatz und gib einen kleinen Dank an alle Wesen, die Dich bei dieser Übung unterstützt haben.

 

 

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Gudrun Geibig - Taijiquan- und Qigong-Lehrerin

Diese Übung und viele andere unterrichte ich in wöchentlichen Kursen und in Wochenendworkshops im Taiji-Raum.

Informationen findest Du auf meiner Internetseite www.taiji-raum.de oder schreibe mir eine eMail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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