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Es gibt Orte, die gut tun. Kraftorte. Ruheorte. Loslassorte.
Es ist gut solche Orte in der Nähe zu haben. Manchmal zeigt sich ein solchen Ort im Urlaub oder während einer Wanderung oder einfach so. Heute habe ich so einen Ort beim Spazierengehen gefunden. Ein geschützter Platz an dem die ersten grünen Blättchen an den Zweigen zu sehen waren. Buschwindröschen blühten. Ein Specht hämmerte an dicken alten Bäumen seinen Rhytmus. Ein Bach plätscherte. Ich bin eine kleine Weile einfach still gestanden.
Die Füße haben sich im weichen Waldboden entspannt. Die Wirbelsäule hat sich ein Vorbild genommen an den dicken Buchen und hat sich gerade ausgerichtet. Der blaue Himmel an diesem schönen Vorfrühlingstag hat sich über mir geöffnet. Der Atem hat mich sanft bewegt - meine Mitte geweitet.
Zeitlose Zeit vergeht - wach und gleichzeitig still. An der Grenze zwischen Traum und Bewusstheit.
Aus diesem Stehen hat sich eine Übung entwickelt. Vielleicht möchtest Du sie ausprobieren:
Du stehst gesammelt, die Aufmerksamkeit bei der Atembewegung. Spüre die Mitte aus der heraus sich der Atem ausbreitet. Mit dem nächsten Einatmen breite die Arme weit aus. Lass gleichzeitig auch die Wahrnehmung sich ausbreiten, den Blick, das Hören, das Riechen.....
Mit dem Ausatmen kehre zurück zu Deiner Mitte. Auch die Aufmerksamkeit bündelt sich wieder in Dir.
Mit dem nächsten Einatem breite die Arme wieder aus und diesmal drehst Du Dich dabei so weit wie möglich um die Achse nach links. Bleibe mit dem Gewicht in der Mitte. Spüre die spiralförmige Drehung durch die ganze Wirbelsäule. Spüre wie der Brustkorb sich weitet, das Herz und die Lunge Raum bekommen. Breite auch die Wahrnehmung aus so weit wie möglich.
Mit dem Ausatmen kehrst Du wieder zurück nach vorne, die Hände finden den Weg zur Mitte und auch die Aufmerksamkeit bündelt sich wieder in Dir.
Mit dem nächsten Einatmen breite die Arme aus und drehe Dich diesmal so weit wie möglich um die Achse nach rechts. Auch die Wahrnehmung geht nach Außen, breitet sich aus so weit wie es möglich ist.
Mit dem Ausatmen kehrst Du wieder zurück zur Mitte.
Wiederhole die Bewegung so oft wie Du möchtest. Genieße den Rhytmus von zentrieren und weit werden. Schwinge nach Außen so weit wie möglich und kehre zurück zu Deiner Mitte.
Vielleicht möchtest Du jetzt noch ein wenig still stehen bleiben. Das Schwingen zwischen Innen und Außen löst sich auf. Du stehst. Der Atem kommt und geht von alleine. Die Gedanken ziehen wie der Wind. Es ist nichts zu tun. Es ist schön einfach da zu sein.
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